crossport to heaven

Die Jugendkirche für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn

St Martin: Mehr als Martinsfeuer und Martinsbrezel

Ein Impuls für das neue Jahr

Einer sitzt auf dem kalten, harten Boden. Starrt vor sich hin. Er wartet. Das Publikum wartet. Nichts passiert. Die klein gefaltete Decke reicht nur zum Sitzen, nicht mehr zum Zudecken. Er friert und wird müde. Einsam und verlassen.

Dann leistet ihm ein Straßenmusiker Gesellschaft. Er beginnt von St. Martin zu singen und zu erzählen. Er war gerade mal 18 Jahre alt und schon seit drei Jahren Soldat als er dem Bettler begegnete. In dieser kalten Nacht teilte er seinen Mantel mit ihm.

Was hat diese Geschichte mit uns zu tun? 1700 Jahre später. Der Musiker hilft dem Frierenden nicht. Eine junge Frau, die ihm Tee und Decke reicht, mit ihm spricht, vielleicht schon. Sie wird prompt erwischt von einem social media junkie. Er will mit selfies ihren Einsatz in die Welt tragen. Doch die Helfende will sich nicht als Objekt behandelt sehen. Und auch der zum Bedürftigen degradierte wehrt sich gegen diese Darstellung. Er möchte selbst helfen, einen Beitrag leisten.

Mit diesem Anspiel ludt die studentische Theatergruppe kreuz&quer zur Diskussion mit dem Publikum ein: „Wie kann die christliche Grundhaltung, die sich in der Mantelteilung zeigt, heute sichtbar werden? Kann das Handeln des Martin von Tours ein Beispiel dafür sein, wie heute Leben gelingen kann? Oder sind neue Gesten gefragt?“

In den Wochen nach St. Martin waren sie mit ihrem eigenen Stück im Bistum Trier unterwegs. Die katholische Erwachsenenbildung wollte Denkanstöße mit diesem Projekt zum Martins-Jubiläum liefern. „Martin von Tours soll über den Bereich des volkstümlichen Brauchtums hinaus in seiner Bedeutung als Vorbild des Glaubens und der Menschlichkeit in heutiger Zeit verdeutlicht werden“, erläutert Markus Becker von der katholischen Erwachsenenbildung das Vorhaben. Vor allem in Fußgängerzonen waren sie unterwegs. Für Markus Becker bot die Jugendkirche crossport to heaven mehr Möglichkeiten der Begegnung und der Diskussion als die Simmerner Fußgängerzone. Den Laien-Schauspielern bereitete der Einsatz viele „schöne Erfahrungen und Begegnungen“.

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