crossport to heaven

Die Jugendkirche für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn

Zweite und vierte Klasse der Hellbergschule aus Kirn zu Gast

Mucksmäuschenstill ist es an diesem Morgen im Crossport to heaven. Wache Kinderaugen nehmen alles um sie herum auf. Konzentriert beantworten sie die Fragen von Clemens Fey. Die Schüler der zweiten und vierten Klasse beschreiben dem Diakon, woran sie merken, dass sie in einer Jugendkirche sind: Herzen am Kreuz, große und bunte Bilder, Hände, Kerzen, Holzbänke, die Strahler und bunten Lichter. Mit Fey erarbeiten die Kinder aus Kirn, was für sie wesentlich in ihrem Leben ist und worüber sie sich in ihrem Zuhause besonders freuen. Sie denken dabei kreativer und über mehr Ecken als Erwachsene es tun. Auf ihre kindliche Art erarbeiten sie, was für sie Miteinander leben, füreinander da sein und teilen bedeutet. Sie tragen die sieben Werke der Barmherzigkeit zusammen. Fey macht sich dabei zu eigen, dass Gegenstände lebendig werden und eine neue Bedeutung bekommen, wenn Kinder spielen. Dabei können Kinder einbezogen werden, so dass alles Besprochene und Erzählte viel intensiver für sie wird. Fey setzt erfolgreich auf die Kett-Methode und so eignen sich die Kinder die Halle des Crossport to heaven an.

Die Eltern der Kinder haben viele Kuchenspenden mitgebracht, zu denen die ehrenamtlichen Helfern aus dem Crossport mit Getränken und Gebäck ein gemeinsames Buffett vorbereiten. Einige der Eltern sind mitgekommen, um sich über das Projekt Crossport to heaven vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Sie haben mit den Schülern der Hellbergschule aus Kirn für Flüchtlingskinder gesammelt. Viele Kartons und Kisten mit Spielen, Bastelmaterial und Kleidung stapeln sich im Eingan des Kleiderdepots. Sie bilden einen österlichen Gabentisch. „Sie wollen den Aspekt des Teilens im Leben ganz praktisch erfahren“, so Schulleiterin Doloris Fey-Kau zu dem Religionsprojekt der Schule.
„Welches Vertrauen sich entwickelt hat“, freut sich Fey, „alleine ohne ihre Eltern kommen die Flüchtlingskinder zur Übergabe der mitgebrachten Geschenke. Ordentlich in zwei Reihen warten sie vor der Tür.“ Um sich kennenzulernen, organisierte Fey das Spiel Obstsalat mit echten Früchten.
Die Flüchtlingskinder verteilten die Früchte, um deren Namen zu lernen. Für die Kinder entwickelt es sich zu einem riesigen Spaß, zu dessen Abschluss sie miteinander die Früchte verzehrten.
Für die vierte Klasse ist das persönliche Gespräch mit den älteren Flüchtlingskindern das besondere Highlight des Tages. Ein Dolmetscher hilft bei der gegenseitigen Beantwortung des vorbereiteten Fragenkatalogs. Sie erfahren, das die Kinder noch nicht lange in Deutschland leben. In der Regel haben die Familien vier bis fünf Kinder und kommen aus Syrien und Afghanistan. Dort wird arabisch und persisch gesprochen. Sie besuchten in der Heimat die fünfte bis achte Klasse. Sie wünschen sich Freunde, beliebt zu sein oder Fußballer zu werden. Die Mololeha, eine arabische Gemüsesuppe, ist das Lieblingsgericht von einigen Kindern. Im Camp lernen sie zur Zeit die deutsche Sprache. Ein sehr persönliches Gespräch und Begegnungen mit sehr viel Herzlichkeit trotz des Sprachproblems sind entstanden. „Wir haben Geschenke mitgebracht und sind selbst reich beschenkt worden“, ist das Fazit der Schulleiterin Doloris Fey-Kau zum gemeinsamen Vormittag im Crossport to heaven.

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