crossport to heaven

Die Jugendkirche für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn

2. Festival der Kulturen

Festival der Kulturen

Rund um die Flammkuchenöfen scharrten sich Männer und backten Fladenbrote, an unterschiedlichen Stellen musizierten sie, erprobten neue Rhythmen mit unterschiedlichsten Trommeln. Kreativität und Etwas zum Mitnehmen entstand bei Floralem Workshop, Seidenmalerei und dem Töpfern, aber auch den Nähworkshops. Stricken und Häkeln mit den Landfrauen für warme Ohren, Schmuck aus Wolle oder Mandalas malen, gefiel vor allem den Frauen. Köpfchen war gefragt beim Blitzschachturnier. Große Bilder malen, Luftballonfiguren, Fingerpuppen, Spielen und Basteln waren Angebote für die Jüngsten. Handwerktliches Geschick bewiesen sie beim Vogelhaus- und Flugzeugbau. Jonglage, Tanzen und Klettern forderten die sportliche Seite. In 29 Workshops hatten Flüchtlinge und Hunsrücker die Möglichkeit, sich zu begegnen, etwas auzusprobieren, Neues zu erlernen und gemeinsam Freude zu haben.

Menschen aus der Region boten in ihrer Freizeit ihre Talente und Fähigkeiten an, um eine bunte Vielfalt anzubieten. Auch die Bürgermeister der Verbandsgemeinden, Landrat und politische Mandatsträger waren eingeladen gewesen, dies zu tun. Drei von Ihnen, Michael Boos, Wolfgang Wagner und Manfred Kuhn erlebten die Eröffnung des gelungenen 2. Festivals der Kulturen. Hierzu meldete eine Teilnehmern auf Facebook zurück: „Ich war zum ersten Mal dabei. Also ich muss sagen, dass ich schwer beeindruckt war, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Ich war bei einem Workshop dabei. Ich hatte so tolle Kontakte und Gespräche mit den Flüchtlingen und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich mit dabei war. Kann ich nur empfehlen. Das ist ein Erlebnis. Daumen hoch, macht weiter so. Nur so geht’s“.
Die Situation der Flüchtlinge kam beim Sternsingerprojekt zur Sprache. Sie gestalteten Bohlen für ein symbolisches Boot, das in Brüssel vor dem Europaparlament aufgebeut werden soll. Die Botschaft: „Wir wollen, dass keine Menschen im Mittelmeer sterben.“
Zahlreiche Köche und Caterer der Region hatten einen ehrenamtlichen Beitrag zum Abendbuffett geleistet. Hunsrücker Backkunst bereicherte eine Kaffeetafel der besonderen Art. Jugendliche DJ´s gestalteten zum Abschluss eine Disco, die alle begeisterte. Mit einem Shuttle-Bus waren die Flüchtlinge aus dem Hunsrück angereist, einige brachten auch ihre ehrenamtlichen Paten mit. Zusammen mit einigen Flüchtlingen aus den beiden Camps erschufen sie eine bewegende Atmosphäre im Crossport to Heaven.
Ohne die vielen hochengagierten Ehrenamtlichen der katholischen Jugendarbeit wären Vor- und Nachbereitungen, geschweige denn die Durchführung der Veranstaltung nicht möglich gewesen. Sie schauten weder auf ihre Stunden, noch forderten sie ihr freies Wochenende ein. Als Veranstalter konnten sie auf die Kooperation mit der Migrationsberatungsstellen von Internationalem Bund, Diakonischem Werk und Caritas bauen.

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