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Die Jugendkirche für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn

Sauna wurde zum Ort der Katechese

Seit dem Weltjugendtag in Köln 2005 gehören internationale Jugendbegegungen zum festen Bestandteil des Jahresprogramms der katholischen Jugend im Dekanat Simmern-Kastellaun. Unter dem Leitmotto „Zeit für die Menschen, – Land der Geborgenheit“ ging es dieses Mal in den hohen Norden nach Finnland, wo finnische, litauische und deutsche Jugendliche eine gemeinsame Zeit auf einem Zeltplatz, nahe der finnischen Stadt Mänttä verbrachten.
Die ersten Tage standen ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens. Dies wurde besonders durch eine Lagerolympiade mit gemischten Teams gefördert. Hier mussten die Jugendlichen zunächst einen gemeinsamen Namen für ihre Mannschaft finden und dann verschiedene Disziplinen wie Papierflugzeugweitwurf oder das Schreiben eines gemeinsamen Gedichts durchführen. Die Jugendlichen nutzten zur Kommunikation die englische Sprache, die auch Basissprache im Camp war, denn wichtige Informationen und auch die Führungen beispielsweise in Museen wurden ausschließlich in Englisch gegeben. So entwickelte sich schnell ein freundschaftliches Miteinander.
Vor allem die Natur Finnlands, das auch gerne als „Land der tausend Seen“ bezeichnet wird begeisterte die Jugendlichen. Kilometerlange Wälder wechseln sich mit malerischen Seen ab die zum Kanufahren oder schwimmen einluden, was von den Jugendlichen ausgiebig genutzt wurde. Höhepunkt waren sicherlich die selber gefangenen Fische der Jugendlichen, die man anschließend natürlich auch aß. Wanderungen führten durch den Nationalpark Ruovesi, die Seenlandschaft lernte man auf dem längsten See Finnlands, dem Päijänne kennen
Auch die wohl bekannteste finnische Tradition, die Sauna, wurden von den Jugendlichen eifrig genutzt. Hier gefiel dem litauischen Betreuer Andrius Kotkis die Gespräche mit den Jugendlichen über Gott und die Welt: „Die Sauna war ein wichtiger Ort der Katechese.“ Damit übernahmen die Jugendlichen unbewusst finnische Gepflogenheiten wie die finnische Betreuerin Anniki Harjumäki bestätigte: „In Finnland ist es üblich, wichtige Gespräche in der Sauna zu führen, selbst finnische Politiker besprechen sich vor schwierigen Entscheidungen in der Sauna.“
Auch Gottesdienste und gemeinsame Andachten gehörten zum Programm. So nahm man am lutheranischem Gottesdienst in der Waldkirche in Mänttä teil, eine katholische Messe wurde zusammen am Abschlussabend auf dem Zeltplatz gefeiert: „Das besondere an dieser Jugendbegegnung ist, dass sich nicht nur Jugendliche aus drei Nationen begegnen, sondern auch Christen beider Konfessionen den Glauben zusammen leben „, so Diakon Clemens Fey. Während die deutsche Gruppe gemischt konfessionell geprägt war, war die litauische Gruppe ausschließlich katholisch und die finnische Gruppe Lutheraner. Die Gottesdienste wurden auch musikalisch und inhaltlich von den Jugendlichen der drei Nationen mitgestaltet.
Auch die finnische Kultur lernten die Teilnehmer kennen. In verschiedenen Workshops wie einen Filzball gestalten, Ringe aus Rinde herstellen und traditionelle finnische Tänze lernte man kennen.
Stadtführungen durch Tampere und Museumsbesuche in Mänttä rundeten das umfangreiche Programm ab. Auch im nächsten Jahr ist wieder eine multinationale Jugendbegegnung geplant, zu der Jugendliche aus Litauen, Finnland und Ungarn zunächst in den Hunsrück eingeladen werden. Dann soll es weitergehen nach Sachsen, ehe dann zum Schluss der Weltjugendtag in Krakau mit Papst Franziskus besucht werden soll.
Informationen zur Jugendbegegnung gibt es bei Diakon Clemens Fey, Katholisches Pfarramt Sohren unter der Rufnummer: 06543/2020

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