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Die Jugendkirche für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn

Ein kleines Licht für ein bisschen mehr Frieden

Pfadfinder haben das Friedenslicht aus Bethlehem in den Hunsrück gebracht. Unter dem Motto „Friede sei mit dir-Schalom-Salam“ setzen sie auf interreligiösen Dialog.

Fast in Dunkelheit versunken war die sonst strahlende und beleuchtete Jugendkirche. Noch konnte das Licht aus Bethlehem die Halle nicht erhellen. IMG_0065Von Bethlehem über Wien nach Frankfurt und von dort mit dem Dekanatsbus auf den Hahn hatte das Friedenslicht eine lange Reise hinter sich. Das kleine Zeichen für den Frieden war von Jule Evers, Leonie Paulus, Jeanette Sander, Dennis Ott, Jason Hümmer, Marcel Stumm und Barbara Evers aus Frankfurt einige Stunden zuvor geholt worden. Jedes Jahr bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Weihnachten das Friedenslicht in die Gemeinden. Für den Hunsrück hatten dies die Pfadfinder der DPSG vom Stamm Sohren übernommen. Das Licht, das vom ORF in Bethlehem entzündet wird, bringt von Wien aus seine Strahlkraft durch ganz Europa. „Überall wo Menschen es weitergeben, kann es immer stärker werden und ein großes Zeichen für den Frieden werden“, so Diözesankurat Martin Laskewicz. So wie in der Geschichte der Taube Talitu, die die Jugendlichen im Gottesdiensten erzählten. In diesem armenischen Märchen gelingt es den Tauben mit unzähligen Strohhalmen einen kleinen Jungen aus einem Brunnen zu befreien. Den Menschen ist ein gemeinsames Anliegen, in Frieden zu leben. Das zeigt schon der gleiche Wortstamm von Shalom und salam. Wenn auch die Sehnsucht nach Frieden da ist, so zeigen die täglichen Nachrichten, wie brüchig der Friede sein kann. Täglich gibt es Nachrichten von Terror und Gewalt. „Unfriede entsteht ganz schnell im Großen und im Kleinen“, so Laskewicz, „vor allem Ungerechtigkeit und Armut fördern das Entstehen von Kriegen. Doch die jugendlichen Pfadfinder wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Sie setzen ein Zeichen mit ihrem Licht. Dessen Strahlkraft erhellte die gesamte Halle der Jugendkirche. Einzig durch die Weitergabe- wie bei einem Strohhalm, den ich reiche.
Als katholischer Kinder- und Jugendverband ist die DPSG in den Gemeinden aktiv. Die ehrenamtlichen Leiter erhalten durch ihren Kuraten eine geistliche Begleitung. Jeder Kurat trägt ein Pfadfinderkreuz. Seines gab Bezirkskurat Clemens Fey dem Stammesgründer von Sohren, Josef Goeres, mit ins Grab. So war es Jugendpfarrer Martin Laskewicz ein Anliegen, ein neues Kreuz zu segnen und Clemens Fey zu übergeben. Ein bewegender Moment für den Stamm Sohren, die in diesem Gottesdienst ihrem langjährigen im Sommer noch jung verstorbenen Vorsitzenden gedachten.
Vor allem Jugendliche und ihre Familien aus den unterschiedlichen Verbandsgemeinden nahmen teil, weniger die Altvorderen aus der Hunsrücker Friedensbewegung. Die Jugendband Changes übernahmen mit alten und neuen „neuen geistlichen Liedern“ die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Technik und Licht lagen in den bewährten Händen der Jugendlichen Felix Hilgert und Robin Marquardt.

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